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Unterscheidungsmerkmal Kammerausbildung
Das charakteristische Merkmal für die Geometrie eines Kunststofffensterprofils ist primär die Anzahl und Ausbildung der Kammern im Profilkörper. Dabei ist die geringste Anzahl von Kammern in Richtung des Wärmeflusses von innen nach außen maßgebend. Aufgrund der relativ schlechten Wärmedämmung werden Hauptprofile mit nur einer Kammer nicht mehr am Markt angeboten, weil die heutigen Anforderungen an die Energieeinsparverordnungen damit längst nicht mehr erfüllt werden.
Zweikammerprofile besitzen eine außen liegende Vorkammer zur Ableitung des Wassers und eine zweite große Kammer zur Aufnahme der Stahlaussteifung. Durch die Vorkammer hat dieses Profil eine bessere Wärmedämmung als das Einkammerprofil (U-Wert 1,8 bis 2,1 W/m²K).
Dreikammerprofile besitzen auch auf der Rauminnenseite eine Vorkammer, was die Wärmedämmung zusätzlich verbessert. Der U-Wert von Dreikammerprofilen liegt im Bereich von 1,5 bis 1,9 W/m²K. Die Bautiefe dieser Konstruktionen im GEALAN-System liegt bei 62 mm.

Heute werden jedoch meistens Profile mit vier oder mehr Kammern verwendet. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die erhöhte Kammeranzahl eine verbesserte Wärmedämmung nach sich zieht. GEALAN-Profile sind mit vier, fünf, sechs oder sieben Kammern und einer Bautiefe von 74 bzw. 83 mm erhältlich. Bei diesen Konstruktionen ist ein Uf-Wert von < 1,0 W/m²K möglich.